Das Feiern grossartiger Tore und neuer Einkommensmöglichkeiten.

Veröffentlicht: Montag, 1. Januar 0001

Gareth BaleSollte es Gareth Bale, Star des Tottenham Hotspur, gelingen, sein Logo, die ‚Elf der Herzen‘, als Handelsmarke schützen zu lassen, können  Sie sich auf eine Welle noch komplizierterer, individueller und komplexer Arten des Torjubels unter Fußballspielern gefasst machen. 

Bale, Englands Fußballer des Jahres, der in dieser ausgezeichneten Saison der Spurs ganze 31 Tore schoss, markiert jedes Tor, indem er eine Herzform mit der Hand macht, die in Richtung Publikum zeigt. Sein Hemd mit der Nummer 11 erscheint innerhalb des Herzens.

Experten gehen davon aus, dass er bis zu $5 Millionen pro Jahr mit der Kommerzialisierung des lebenden Emblems verdienen könnte, wenn er es schafft, dieses gesetzlich als Handelsmarke schützen zu lassen. Ein unabhängiges Gericht wird entscheiden, ob sein Antrag zugelassen wird. Wenn er Erfolg hat, könnte er damit einen Trend lostreten.

Sportstars und ihre Agenten sind sich in den letzten Jahren des Wertes ihrer Imagerechte immer bewusster geworden. Einige Clubs kaufen die Imagerechte als Teil des Vertrags des Spielers ab, während andere Spieler diese Rechte behalten und individuelle Deals aushandeln.

Falls Bale Erfolg hat, würde dies den Markt der Imagerechte für bekannte Spieler auf eine neue Ebene heben. Eine Marke, die die Rechte für ein solches Jubelzeichen innehat, würde jedes Mal, wenn der Spieler ins Tor trifft, eine große assoziative Exponierung erfahren sowie auf Produktverpackungen und in der Werbung erscheinen.

Aber der Markt ist nicht gebenchmarkt und die Größe eines Deals hängt vor allem von der jeweiligen Marke und ihrer Fähigkeit ab, eine Kampagne zu entwickeln, die die Möglichkeiten voll ausschöpft. Diese sind grundsätzlich unvorhersehbar. Wenn Spieler für Werbeauftritte unter Vertrag stehen, können ihre Auftritte durch den Medienkaufprozess garantiert werden. Ein Torjubel hingegen hängt von der Tagesform und dem Glück des betroffenen Spielers ab. Ein guter Torwart, eine Abwehr an der Torlinie oder eine Schiedsrichterentscheidung können das Tor eines Spielers vereiteln, und selbst die erfolgreichsten Torschützen haben mal eine Torflaute.

Durch den Zusammenhang zwischen Tortreffern und einer Werbungsmöglichkeit können Marken auf ihren Werbeträger setzen und mit der Wette auf den Sieger das Bargeld für den Vertrag wieder einholen. Bale hat das Herzzeichen 2010 als Siegergeste für seine Freundin Emma Rhys-Jones eingeführt, mit der er letztes Jahr eine Tochter bekam.

Einem Bericht zufolge stellte Bale einen Antrag auf die Verwendung des Logos für Kleidung, Schuhe, Kopfbedeckung, Schmuck, Lederwaren, „Tierhäute und  felle, Badehosen und Reisetaschen, Regenschirme, Sonnenschirme, Wanderstöcke, Gurtzeug und Sättel“.

Noch bevor Kameruns Spieler Roger Milla in den 1980ern sein Siegestor in einem Spiel gegen Weltmeister Argentinien feierte, indem er um eine Eckfahne herumtanzte, haben Spieler immer wieder kreative Wege gefunden, ihre Tore zu feiern. Dazu gehören die beliebte Wiegegeste, das theatralische Pseudo-Gitarrespielen, das Hühnerflügelschlagen bis hin zur Verwendung der Eckfahne im Elvis-Style.

Falls Bale gewinnt, werden sicherlich noch viele mehr dazukommen.

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