Small talk: Tipps für die richtigen Themen

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Unter Small talk wird im Allgemeinen ein lockeres, zwangloses Gespräch verstanden, das nicht zu sehr in die Tiefe geht – und trotzdem seine Bedeutung hat. Dadurch ist es möglich, die Stimmung aufzulockern und Sympathien für sich zu gewinnen. Vielen Menschen fällt der gezielte Small talk schwer, vor allem der Gesprächseinstieg bereitet Schwierigkeiten. Doch es lohnt sich, daran zu arbeiten.

Menschen mit der Fähigkeit zur beiläufigen Konversation fällt es leichter Kontakte zu knüpfen, was sowohl privat wie beruflich von unschätzbarem Vorteil sein kann. Wenn Sie ein leichtes Gespräch führen können, überzeugen Sie auch menschlich – und beeinflussen Geschäftsentscheidungen mehr, als Sie denken. Um das fachliche Können geht es zunächst nicht – auch wenn das sehr schnell eine Rolle spielen kann. Daher ist es auch wichtig, seinen Elevator Pitch immer präsent zu haben.

Gute Themen für den Small talk

Wenn Sie für den Einstieg in den Small talk die richtigen Themen finden wollen, sollten Sie dabei keinen besonderen Anspruch verfolgen. Woran denken Sie gerade? Was fällt Ihnen in diesem Moment auf?

Machen Sie sich keine Sorgen, dass das Thema zu belanglos ist. Viele Informationen werden ohnehin über die Gestik, Mimik und Stimmlage transportiert – da nimmt der eigentliche Gesprächsinhalt eher eine Nebenrolle ein. Sympathisch ist es auch, wenn Sie Themen anschneiden, die scheinbar beiläufig etwas von Ihnen erzählen – direkt über sich selbst brauchen Sie allerdings nicht zu reden.

Als Themen für das „leichte Gespräch“ bieten sich also an:

  • Das Wetter: Ja, das geht tatsächlich immer;-) Gerade, wenn es momentan auch mal Anlass zur Klage gibt. Allerdings sollten Sie es nicht abendfüllend diskutieren, sondern stattdessen zum Beispiel auf eine lustige Situation eingehen, die sich aus einer überraschenden Regenschauer ergeben hat.
  • Urlaub und Ausflüge: Hier kommt es ein bisschen darauf an, dass Sie sich auf einer ähnliche Ebene bewegen. Achten Sie beim Erzählen darauf, dass Ihr Gegenüber auch „mitziehen“ kann. Wenn Sie mit Studenten sprechen, können Sie eher von einem Städtetrip berichten als von der Luxus-Kreuzfahrt.
  • Aktuelle Events (Kino, Theater, Bücher, Sendungen, Serien): Hier kann man sich oft recht gut austauschen, wenn man Gemeinsamkeiten findet. So bietet es sich in einem studentischen Umfeld eher an, vom neuesten „Jurassic World“-Film zu sprechen als im Kreis von Unternehmerinnen. Hier hilft es eher, etwas über die neueste Opern-Inszenieurng zu wissen.

Bestimmte Themen sollten eher vermieden werden:

  • Krankheiten, Ehekrisen und andere Schicksalsschläge eignen sich nicht. Damit erwecken Sie den Eindruck, unsensibel zu sein. Über solche Themen sollte nicht mit fremden Personen gesprochen werden.
  • Das Tagesgeschehen bietet meist einen guten Aufhänger; bei politischen Themen ist aber natürlich eine gewisse Vorsicht geboten – tatsächlich können Sie mit einer bestimmten Meinung eine gewisse Sympathie einbüßen.
  • Wenn Sie über andere Menschen lästern, fällt es leicht, Ihnen einen schlechten Charakter zu unterstellen. Ob begründet oder nicht, kann Ihr Gegenüber ohnehin nicht beurteilen.
  • Sollten Sie sich auf einer Messe oder Party befinden, kritisieren Sie nicht das Essen oder die Organisation, so berechtigt Ihre Kritik auch sein mag. Dadurch verkrampft das Gespräch, Ihr Gesprächspartner wird sich Ihnen kaum öffnen wollen.

Was immer geht: Fragen

Angebracht ist es hingegen, während des Gesprächs Fragen zu stellen, die möglichst konkret und zielgerichtet sind. Dadurch erfüllen Sie gleich zwei Funktionen: Zum einen halten Sie das Gespräch am Laufen, zum anderen erfährt Ihr Gesprächspartner Interesse an seiner Person oder Tätigkeit. Eine solche Wertschätzung wird von jedem Menschen als positiv empfunden.

Sie sollten bei den Fragen allerdings nicht indiskret wirken. Achten Sie also darauf, dass die Privatsphäre gewahrt bleibt. Doch nicht nur der Einstieg kann Probleme bereiten, der Small talk sollte auch respektvoll beendet werden.

Wenn Sie kein Interesse mehr daran haben, das Gespräch weiterzuführen, sollten Sie das Ihren Gegenüber natürlich keinesfalls spüren lassen. In jedem Fall sollten Sie versuchen einen Vorwand zu finden und sich höflich und wertschätzend verabschieden. Versuchen Sie, den Smalltalk möglichst häufig zu trainieren, denn wie in jeder Verhandlung zahlen sich hier auch eine gewisse Erfahrung und Routine aus.

Dieser Artikel wurde im Original auf www.karriereletter.de von Ute Blindert veröffentlicht. Um den Original-Artikel zu lesen, klicken Sie hier.

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