Leidenschaft und Emotionen, was richtige LEADER auszeichnet

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Dies ist ein Gastbeitrag von Ernst Holzmann:

Ernst Holzmann [square]

Die Weltmeisterschaft in Brasilien hat perfekten – und kostenlosen – Anschauungsunterricht geboten, wie leidenschaftlich Menschen auf ein Ziel hinarbeiten können und was richtige LEADER auszeichnet.

Auch aus meinen gemachten Erfahrungen in beiden Lebenswelten (Beruf und Fußball) ist gerade das Zeigen und Erzeugen von Leidenschaft ein entscheidender Charakterzug bei erfolgreichen Führungspersönlichkeiten und steht deswegen auch am Anfang der „Übersetzung“ des Wortes LEADER.

Was richtige LEADER auszeichnet

Leidenschaftlich sein, Begeisterung für seine Aufgabe zeigen. Getreu nach Augustinus (Ordensgründer und Heiliger): „In Dir muss brennen, was Du in anderen entzünden willst!“

Entschlossenes Handeln, gerade in Krisensituationen oder „wenn´s drauf ankommt“. Verantwortung übernehmen, mutig sein: Nicht nur beim „Elfmeterschiessen“ sondern gerade auch beim Beschreiten neuer Wege oder beim Umsetzen anspruchsvoller, ungewohnter Aufgaben.

Aufmerksam sein. Beobachten, was um einen herum passiert (Wettbewerber, äussere Bedingungen, eigenes Team, neue Trends,…). Am besten vorher schon erahnen, was passieren kann und agieren, statt zu spät reagieren zu müssen. Im Kontakt mit den Spielern (Mitarbeiter/innen, Kollegen, Chefs,…) bleiben. Schnelle, direkte, klare und offene Kommunikation ist entscheidend.

Demut und Disziplin. Der Star ist die Mannschaft, Selbstdarsteller sind fehl am Platz. Morgens der Erste und Abends der Letzte, so setzt man Zeichen und lebt vor.

Ehrgeizige, motivierende, begeisternde Ziele setzen. Dabei sollte man immer den Anspruch haben, als Team den Titel (Weltmeister, Marktführer, Bestes Produkt, Beliebtester Arbeitgeber, Wertvollste Marke, ..) zu holen. Zweiter zu werden, bedeutet leider schon erster Verlierer zu sein.

Respektvolles Umgehen miteinander. Jedes Teammitglied ist gleich wertvoll und wichtig. Schuldzuweisungen nach Niederlagen vermeiden, „den Siegeslorbeer“ teilen (und dann natürlich auch mal kräftig feiern!).

Beurteilen Sie nach dieser Beschreibung einfach mal das Verhalten und das Wirken der Team-Manager (Trainer) von Spitzenteams, wie diese während der WM aufgetreten sind und gehandelt haben.

Wer hat wirklich Verantwortung (z.B. Prandelli nach dem Ausscheiden seiner Italiener) übernommen, wer war ein Selbstdarsteller (vielleicht L. v.Gaal?!), war die gezeigte Leidenschaft der Trainer von Chile und Mexiko der entscheidende Faktor für die Mannschaftsleistung und warum hat es dann trotzdem nicht für den „ganz großen Wurf“ gereicht?

Hat Jogi Löw nach dem Algerien Spiel wirklich Größe bewiesen oder kam die Umstellung in der Mannschaft nur auf äusseren Druck zustande? War sein mutiges Handeln beim Endspiel (Aufstellung des unerfahrenen Christian Kramer und „offensive“ Einwechslung von Schürrle und Götze) der ausschlaggebende Faktor und war er beim Festhalten an M. Özil konsequent oder nur stur? Wie hat er sich im Coaching (Körpersprache, getroffene Massnahmen,..) verändert und welchen Einfluss hatte dies auf sein Team?

Anscheinend gehört Scheitern tatsächlich zum Erfolg dazu und man kann tatsächlich aus Niederlagen (siehe z.B. verlorene Halbfinals der Deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2006 und 2010) lernen und Erfahrungen für den „ganz großen Schritt“ sammeln. Bezeichnend dafür war der Einsatz von Bastian „Kampf-Schweinsteiger“ im Endspiel gegen Argentinien, der Gott sei Dank öfters aufstand als er „hingefallen wurde“ und als echter Leader mit seinem Beispiel die anderen Spieler anspornte und mitriss. Oder wie Philipp Lahm nach diesem Spiel seine Motivation beschrieb „Ich wollte nicht schon wieder unten stehen und zuschauen, wie andere den Pokal in die Höhe heben.“

Man könnte dazu (In Führung gehen, LEADER, Erfolge, Motivation) noch viele herausragende  Persönlichkeiten zitieren, mir selber ist aber folgende „Weisheit“ (noch vor „unserem“ Triumpf in Brasilien entstanden und nicht auf die Deutsche Mannschaft gemünzt) der Fußball-Legende Pele viel lieber: „Erfolg ist kein Zufall. Er kommt zu uns durch harte Arbeit, Ausdauer, Lernen, Aufopferung und vor allem Liebe zu dem, was wir tun, oder lernen!“

Vielen Dank an Ernst Holzmann für diesen interessanten Beitrag!

Erfahren Sie mehr über den Manager, Redner, Fußballfachmann Ernst Holzmann hier.

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