Ist der iranische Sport Asiens nächste Sponsoring Goldgrube?

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Führende Branchenexperten der Sportindustrie sind sich sicher – nachdem zu Beginn diesen Jahres Irans Wirtschaftssanktionen aufgehoben wurden, bietet die nationale Sportindustrie, im speziellen der Fußball, ein hohes Potential für ausländische Sponsoren.

In Bezug auf den Erfolg und die Fangemeinde kann sich der Iran mit einigen der größten Fußballclubs Asiens rühmen. Derbys zwischen Teherans Estehgal und Persepolis begeistern Massen von 100.000 Stadionbesuchern und erzielen im Inland durchschnittlich 20 Million Zuschauer. Große internationale Unternehmen werden sich in kürze auf diesen Markt stürzen, um Markenbewusstsein und Engagement mit der 80-Millionen-Bevölkerung zu kreieren.

Einem Bericht zufolge, könnte Irans Sportindustrie mittelfristig einen Wert mehr als 500 Millionen US-Dollar erreichen – langfristig, durch Sponsorenverträge, Ticket- und Merchandiseverkauf sowie Eventmanagement sogar bis zu einer Milliarden US-Dollar.

Alun James, Geschäftsführer von Four Consulting, ergänzt im Gespräch mit Gulf News: „Plötzlich ist der Iran ein sehr attraktives Land geworden. Alle Arten von Unternehmen werden schauen, wie sie sich und ihre Marke positionieren können."

Trotz des fußballerischen Erfolgs auf dem Platz hat sich die „Geschäftsfacette“ des iranischen Fußballs nicht mit der Professionalität andere Elite-Ligen der Welt entwickelt. Im Gegensatz zu den (Mehr-) Jahresverträgen in Europa, den Vereinigten Staaten oder sogar China, ist es im Iran üblich, Sponsorenarrangements von Spiel-zu-Spiel abzuschließen.

Zudem sind die meisten Teams – wenn nicht alle – im staatlichen Besitz und Clubs können innerhalb einer Saison mehreren Wechseln der Geschäftsleitung ausgesetzt sein. Ein weiteres Problem liegt in der Qualität der Spielübertragung. Nur wenige Spiele werden in hoher Übertragungsqualität ausgestrahlt. Demnach müssten internationale Sendeanstalten zunächst große Infrastrukturinvestitionen tätigen, bevor sie sich auf den Markt stürzen können.

Matt House, Gründer und Chief Executive des britischen Sportmarketing-Unternehmen SportsQuake, warnte: Es ist alles noch sehr altbacken. Die gesamte Sponsoring-Industrie steckt noch in ihren Kinderschuhen. Jeder muss sich sicher sein, dass die aktuelle Situation im Iran konstant bleibt und nicht umkippt. Die Leute werden vorsichtig sein, sofort zu investieren."

Der iranische Sport – im speziellen Fußball – bietet die Chance, sich in den nächsten Jahren zu einer Goldmine für Sponsoring zu entwickeln -  dennoch muss noch viel Arbeit in den Markt gesteckt werden. Die Professionalität hinter den Kulissen muss ausgebaut werden, um das große Potential dieser Branche vollständig auszuschöpfen.

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