Ein Tag im Leben von… Sybille Paeper, der Leiterin der FIFA-Logistik

Veröffentlicht: Mittwoch, 16. November 2016

Sybille Paeper 520

„Logistik ist Teamsache“, sagt die 31-jährige Sybille Paeper. Seit knapp zwei Jahren leitet die Deutsche die Logistik der FIFA, führt ein Team von zwölf Mitarbeitern aus fünf Konföderationen. Bei ihnen handelt es sich zurzeit ausschließlich um Männer. „Das ergibt sich etwas aus der körperlichen Arbeit, die hier verrichtet wird. Aber Frauen können das grundsätzlich auch“, sagt Paeper im Home of FIFA, wo sich ihr ebenerdiges Büro gleich an die Lager- und Produktionsräume ihrer Abteilung anschließt. Heute stehen wieder allerhand Aufgaben an. „Jeden Tag mit der ganzen Welt zu tun zu haben, macht mein Team und mich glücklich. Dafür kommen wir jeden Tag hierher.“ Glücklich machen Paeper und ihr Team nicht nur all jene Kolleginnen und Kollegen bei der FIFA, die Drucksachen oder Waren in alle Welt verschicken und dabei auf die eigene Logistikabteilung zurückgreifen. Glücklich sind auch alle Adressaten – weltweit. „Wir verarbeiten im Jahr ca. 800 Sendungen mit insgesamt 150 Tonnen allein für Kursmaterialien, etwa für die Entwicklungsabteilung oder das Schiedsrichterwesen“, so Paeper. „Wir sind interner Dienstleister für alle Divisionen der FIFA.“

Dass eine Sendung auch wirklich ankommt, ist nicht immer selbstverständlich. „Was dürfen wir einführen, was nicht? Welche Dokumente braucht der Zoll, wie viel Zeit benötigt eine Verzollung? Was sind die Bestimmungen der Airlines zum Beispiel in Bezug auf Batterien oder Schiedsrichtersprays?“, führt Paeper aus. „Insofern ist jeder Tag besonders, denn man kann nie genau wissen, was einen im Büro erwartet.“

Auch intern sind Aufgaben zu lösen, so etwa der Botendienst zu den Brieffächern im Haus, aber auch Kuriersendungen in der Kommunikation mit den FIFA-Mitgliedsverbänden. Auch druckt die FIFA-Logistik auf einem eigenen Hightech-Drucker Kleinauflagen etwa von FIFA-Bestimmungen oder Unterlagen für Meetings.

„Bei einem Event wie einem FIFA-Turnier sind wir die Ersten, die ankommen, und die Letzten, die gehen“, sagt Paeper. Zum Arbeitsalltag gehört für sie auch, wenn aufgrund der Zeitdifferenz nötig in der Nacht Telefonate zu führen. Was aber macht sie selbst bei der Arbeit glücklich? Paeper erzählt von einer Dienstreise nach Sankt Petersburg. „Mein persönliches Highlight war die WM-Vorrundenauslosung dort. Ich führte den WM-Pokal mit mir, war dafür zuständig, diesen zu bewegen, das war sehr schön!“ Ein deutscher TV Nachrichtensender hat sie dabei gefilmt, wie sie die Trophäe vor der Auslosung polierte. „Meine Freunde reagierten darauf: ‚Das also tust du bei der FIFA!‘, sagten sie. Wenn die wüssten.“

Das monatliche Magazin der FIFA, FIFA 1904, gibt Einblicke in die Welt der FIFA. Jede Ausgabe enthält ein Profil eines FIFA Team Mitglieds mit dem Titel „Gesichter der FIFA“ (drei Kurzinterviews mit Team Mitgliedern) und „Ein Tag im Leben von“ (ein tiefgründiger Einblick in den Tag eines ausgewählten Team Mitglieds).

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