Digitales Lernen mit Star Wars

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Erhält man heute ein Briefing mit der Aufgabe, alle Sinne anzusprechen und Emotionen zu wecken, kann das viele Kommunikationskanäle betreffen: natürlich die Live-Kommunikation, aber ebenso auch das digitale Lernen. Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass Digitales Lernen mit Virtual Reality, Augmented Reality und vor allem Mixed Reality sich zukünftig zu einem gängigen Lernstandard entwickeln könnte. Zumal die Techniken immer besser werden und einen Trend hin zu digitalem Lernen möglich und wahrscheinlicher machen.Von Overhead-Projektor bis Digitales Lernen

Mit welcher Lernwelt sind Sie aufgewachsen? Monosensorisch – einer lehrt und der Rest hört mehr oder weniger aktiv zu? Diese Variante ist auch bei vielen Seminaren üblich. Beziehungsweise üblich gewesen. Dabei war das Lerntempo vorgegeben, die Präsentation durchgetaktet. Wenn nicht gerade ein sehr fesselnder Lehrer oder ein sehr fesselnder Referent einen Vortrag hielt oder aber ein spannendes Thema behandelt wurde, konnte man sicher sein: Von Lernspaß kaum eine Spur. Dazu kam, dass oftmals auch die Lernumgebung alles andere als motivierend war.

Erste Änderungen gab es schon seit 1983, als die Initiative „Praktisches Lernen“ von der Robert-Bosch-Stiftung ins Leben gerufen wurde. Damit sollte fächerübergreifend die unsinnige Trennung zwischen Erfahrungslernen und (Schul-)Wissen abgebaut werden. Lernen wurde multisensorisch, zumindest dort, wo man es umsetzte. In der Erwachsenbildung, vor allem bei Seminaren und Kongressen, ging es aber größtenteils weiter um Fakten.

Digitalisierung verändert die Lernwelten

Mittlerweile haben sich die Lernwelten dramatisch verändert. Hin zu Storytelling, Emotionen und vor allem Edutainment. Der Digitalisierung sei Dank können Menschen nun selbst entscheiden, wann und wo sie lernen wollen, ebenso mit wem und in welchem Tempo.

Beispiel: Katharina möchte sich zum Thema Marketing weiterbilden. Ihre Berufstätigkeit hat einen hohen Reiseanteil, sodass die Teilnahme an regelmäßigen Ausbildungsblöcken nicht möglich ist. Deshalb braucht sie zeitlich flexible Lernformen, aber auch den Austausch mit Gleichgesinnten. Das kann zum Beispiel in einem virtuellen Klassenraum geschehen, zusammen mit einem Dozenten und anderen Teilnehmern. Weitere Möglichkeiten sind webbasiertes Lernen (Web-based Training), also onlinebasierte Lernformen, zumeist mit einem Tutor, 3D-PDFs und Lernvideos. Schon heute lernen 80 Prozent der Schüler mit YouTube.

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Brillen sind längst keine Seltenheit mehr.

Einige Technologien haben zwar großes Potenzial, sind aber noch nicht massentauglich. So bekommen beim Einsatz einer Virtual-Reality-Brille noch 40 Prozent der User Probleme mit „motion sickness“. Aber: Digitales Lernen – und zwar alle digitalen Lernformen – lässt sich gut mit Präsenzseminaren, Barcamps und Lerngruppen kombinieren, denn Live-Kommunikation ist wichtig – ganz besonders auch für die Motivation!

Und wie sieht die Zukunft aus?

Es ist schon über 40 Jahre her, dass Prinzessin Lea als vom Druiden R2D2 projiziertes Hologramm um Hilfe rief. Die Star-Wars-Idee von Hologrammen wird heute in Form von 3D-Projektion real und für Schulungszwecke weiterentwickelt. Künstliche Intelligenzen sollen in den nächsten Jahren sogar Empathie entwickeln und damit als kompetente Lernpartner eingeplant werden können. Fünf der größten Technologiekonzerne (Amazon, IBM, Google, Facebook und Microsoft) haben schon vor mehr als 18 Monaten ein Partnership on Artificial Intelligence gegründet. Ein sehr deutliches Zeichen, dass in diese Richtung viel passieren wird. Vielleicht stehen demnächst ja auch die Avatare oder Holografien auf der Bühne.

Dieser Artikel wurde ursprünglich von unserem Partner IST-Studieninstitut veröffentlicht. Der originale Artikel finden Sie hier.


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