Die Relevanz physischer und psychischer Erholung

Veröffentlicht: Montag, 21. September 2015

Recovery

Im Sport an Ihre Grenzen zu gehen verschafft Ihnen eine bessere Ausdauer und sicheres Auftreten – Gleiches gilt auch für die Geschäftswelt. Die Herausforderung für Geschäftsleute ist aber auch, zwischen den hochintensiven Arbeitsphasen Erholungsphasen einzuplanen und so die Endresultate zu optimieren, so der Ex-Cricketspieler Jeremy Snape.

In der Unternehmenswelt wird die Erholung sowohl vom physischen als auch psychischen Standpunkt unterbewertet. Oftmals unterschätzen wir die Wichtigkeit, seinen Kreativitätsspeicher wieder aufzufüllen, private Probleme zu lösen und essentielle Entscheidungen zu treffen.

Viele Angestellte sehen Erholungen als Schwäche an und tauchen immer tiefer in die Arbeit ein. Diese sich abwärst bewegende Spirale der Zielverfolgung kann sich kontraproduktiv auf Auftreten und Gesundheit auswirken. Es gibt viele Parallelen zwischen dem wettbewerbsintensiven Profisport und der Geschäftswelt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Financial Director, Management-Partner oder einen Absolventen handelt. In der Welt des Profisports geht es nicht mehr primär darum, fitter zu sein. Vielmehr geht es um die Entdeckung effektiver Regenerationsmöglichkeiten, um sich vom Wettbewerbsstress zu erholen. Demnach sind Sie angreifbarer, wenn Sie sich keine Auszeiten gönnen.

Wissenschaftliche Sicht:

Sporting Edge interviewte 3 Führungskräfte aus der Sportindustrie sowie Neurowissenschaft, um Ihre Sicht zu erfahren.

Fortschritte in der Neurowissenschaft zeigen, dass bei der Entwicklung von Belastbarkeit die Ausbildung emotionaler Belastbarkeit Parallelen zur Ausbildung physischer Belastbarkeit aufweist.

Beim Ausgiebigen Sport im Fitnessstudio beanspruchen wir unsere Fasern bis zum Muskelversagen und der folgende Regenerationsprozess repariert die verletzten Fasern und sorgt für eine Weiterentwicklung der Stärke. Gleiches gilt auch für emotionalen Stress -  Kombinieren wir Zeiträume von akutem Stress und Erholung, dann wird eine Verbesserung der emotionalen Belastbarkeit deutlich. Die Aufgabe der Geschäftswelt ist, dieses in den Businessalltag zu integrieren.

Dr. Tara Swart, eine Gastdozentin am MIT und Stanford, erklärt die Wichtigkeit, während der Erholungsphase nicht erreichbar zu sein.

„Ihr Gehirn ist nicht darauf ausgelegt, ständig „eingeschaltet“ zu sein. Ich befürworte den digitalen Entzug für mindestens eine Woche im Jahr. Das bedeutet im engeren Sinne keine E-Mails, Texte, WIFI und keine Nutzung jeglicher Bildschirme. Es ist überragend, wie viel Zeit und Raum Sie haben, wenn Sie nicht auf elektronische Nachrichten jeglicher Art antworten müssen“.

Vin Walsh, Professor der menschlichen Gehirnforschung bei ULC, warnt davor, dass schonungslos harte Arbeit Sie nicht immer bei der richtigen Entscheidungsfindung unterstützt.   

„Der Heureka-Moment kommt immer dann, wenn Sie gerade nicht über das Problem nachdenken. Die Antwort finden Sie entweder beim Entspannen oder wenn Sie eine kurze Pause einlegen und eine Tasse Kaffee trinken. Manchmal sogar, wenn Sie einen Mittagsschlaf machen. Dies bezeichnet man als „Offline-Prozess“. Das Gehirn benötigt es unbedingt, um die Verbindungen von neu erhaltenen Informationen herzustellen. Sie müssen die Courage haben, sich eine Auszeit zu nehmen“.

Wie üblich ist die Umsetzung der Theorie in die Praxis der Schlüssel zum Erfolg. Der finale Einblick von dem Cheftrainer des britischen Rugby-Nationalteams gibt auch noch ein mal Aufschluss darüber, dass sich Führungsspieler nicht an ihrer Geschäftigkeit, sondern an ihren Ergebnissen messen.

„Manchmal muss man auch einfach einen Raum für sich selbst finden, um seine psychische Batterie im Gegensatz zur physischen wieder neu aufzuladen. Es gab so viele Zeiten, in denen ich gemerkt habe, dass ich müde war. Und ich kann es wahrnehmen und gehe spazieren oder finde den Raum, den ich für mich persönlich brauche“.

Die Herausforderung für stark beschäftigte Arbeitnehmer ist die Zusammenführung der Geschäftigkeit mit der Wichtigkeit der Position in einem Unternehmen. Je stärker wir in diesem Prozess involviert sind, desto wichtiger und fleißiger sehen wir uns selbst. High Performer denken anders. Sie übertragen lieber ihre Ideen in ein Skalensystem und kreieren für ihre Abwesenheit Vorlagen für Dritte, als „To-Do-Listen“ zu erstellen. Dies stellt eine stufenförmige Qualität ihrer Arbeit sicher und löst sie in die wohl verdiente Pause ab oder veranlasst sie, Zeit in strategische Initiativen zu investieren. Sich selbst als zu wichtig für eine Pause anzusehen ist eher eine Prahlerei als eine Geständnis.

Fakt ist: Mit einer höheren Konzentration auf kreative und innovative Lösungen für Kunden werden es die Perfomer sein, die mit frischem Wind neue innovative Ideen einbringen. Diese Position bedarf Pausen: Werden Sie mutig genug sein, sich diesen Sommer zu erholen und dadurch Ihre bestmögliche Leistung abzurufen?

Dieser Artikel wurde von unserem Partner Sporting Edge veröffentlicht. Klicken Sie hier, um den vollständigen Artikel zu lesen. Neue Stellenangebote finden Sie wöchentlich auf GlobalSportsJobs.de.

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