Die Kunst der Datenvisualisierung in der Sportbranche

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Zahlen spielen im Sport immer eine wichtige Rolle und auch die Sammlung von Daten ist nichts Neues. Im Zeitalter der Datenanalytik haben sich die Spielregeln allerdings geändert. Leistungsdaten in überschaubare Informationen umzuwandeln, ist gar nicht so einfach, wie man denkt. Dahinter steckt allerdings ein großes Geschäft.

Die Datenrevolution in der Sportbranche hat die Art und Weise verändert, wie Trainer als auch Fans das Sportereignis beeinflussen. Beim Sport ging es schon immer um Zahlen und auch die Sammlung von Spielstatistiken ist bei Weitem nichts Neues. Im Zeitalter der Datenanalytik wird der Wert dieser Statistiken schnell erkennbar. Analysen liefern all denjenigen, die am Spiel beteiligt sind, ein objektiveres, tieferes Verständnis für den, sonst oftmals unübersichtlichen Wettbewerb. Fans können sie Dinge aufzeigen, die ihnen andernfalls entgangen wären und letztendlich für ein tiefergehendes Verständnis für ihren Lieblingssport sorgen.

Die Daten nützen jedoch nicht viel, wenn sie nicht auch angemessen visualisiert werden. Der Durchschnittsfan kann nichts mit der riesigen Sammlung an Daten anfangen, wenn er sie in ihrer Ausgangsform vor sich sieht. Selbst ein Trainer mit sehr guten analytischen Fähigkeiten, hat keine Zeit, auf der Suche nach wertvollen Kennzahlen, endlose Datensätze zur Fitness oder Passgenauigkeit eines Spielers zu durchforsten. Um praktisch genutzt werden zu können, müssen diese Daten angemessen visualisiert werden. So werden Leistungsdaten zu vereinfachten und sofort verständlichen Darstellungen zusammengefasst, was bei Weitem nicht so einfach ist, wie man zu Beginn vielleicht denkt.

Datenvisualisierung ist ein bedeutender Teil hochwertiger Leistungsanalyse-Software, die Unternehmen wie Prozone Sportmannschaften anbieten. Prozone fasst komplexe und ursprünglich nicht miteinander verbundene Daten zusammen und stellt sie mit seiner Funktion „Playing Style“ auf innovative Art und Weise dar, sodass sie von jedem – ob Fachmann oder Laie – nachvollzogen werden können. Dem Unternehmen zufolge sollen „Trainer und Analytiker ein besseres Verständnis für die Strategie des Gegners bekommen“. Gleichzeitig soll das Programm helfen „die Talentsuche zu verbessern, indem Spieler hervorgehoben werden, die zur Taktik Ihres Teams am besten passen“.

Obwohl Analytiker diese Daten schon seit einer Weile auswerten können, verleihen ihnen die Verbesserungen im Hinblick auf die Visualisierung mehr Glaubwürdigkeit. Wenn die Daten einem Trainer oder einem anderen Entscheidungsträger nachvollziehbar dargestellt werden, folgt er ihnen wahrscheinlich sehr viel bereitwilliger. Vor allem in den USA finden im ganzen Land sogenannte „Hackathons“ statt – Wettbewerbe, bei denen sowohl Berufs- als auch Hobbyanalytiker professionellen Sportorganisationen ihre innovativen Analytik- und Visualisierungstechniken vorstellen. Mannschaften aller Leistungsklassen wünschen sich einen Vorteil gegenüber ihren Gegnern. Die Fähigkeit, Daten einfach zu durchschauen, kann genau dafür sorgen.

Auch außerhalb der Sportbranche selbst hat Datenvisualisierung große Auswirkungen darauf, wie etwa. Fernsehsender und Videospielhersteller Daten für ihre Zielgruppe darstellen. Unternehmen wie Opta Sports und Prozone bieten Fernsehsendern Visualisierungslösungen wie Heat Maps, Aktionsbereiche, Bewegungsabläufe einzelner Spieler, Passdiagramme und viele weitere und helfen ihnen so, ihren Zuschauern komplexe Einzelheiten mitzuteilen. Prozones Visualisierungs-Software wurde auch in die sehr erfolgreiche Videospielserie „Football Manager“ aufgenommen, wodurch Spieler Daten zu ihrer Mannschaft ansehen können ähnlich wie die professionell trainierten Teams, die im Spiel nachgestellt werden.

Die Visualisierung von Daten ist branchenübergreifend von großer Bedeutung. In der Sportbranche allerdings, sind die Auswirkungen möglicherweise am offensichtlichsten. Der Stellenwert von Analysen im Fernsehen in Verbindung mit der unstillbaren Gier der Fans nach Statistiken und Erkenntnissen, liefern viel Potential für die Nutzung neuer Visualisierungen. Bestand die erste Herausforderung für professionelle Analyse-Teams zu nächst darin, die nützlichen Kennzahlen zu identifizieren, so liegt die zweite darin, diese Informationen auf nachvollziehbare und vereinfachte Art und Weise darzustellen. Hinsichtlich der Datenvisualisierung liegt noch ein weiter Weg vor uns, aber in der Sportbranche dürfte die Technik bereits am weitesten entwickelt sein.

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