Bier und Bratwurst ohne Bargeld

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Zuerst veröffentlicht auf Fanzeit.de       

Das Bezahlen mit Bargeld hat in den Stadien der Bundesliga zu großen Teilen ausgedient. 12 von 18 Bundesligisten setzen bei Heimspielen auf elektronische Bezahlsysteme. Es sei schneller, sicherer und hygienischer, so die Begründung. Aber steckt vielleicht noch mehr dahinter?

Die “Knappenkarte”, die vom FC Schalke 2001 eingeführt wurde, hat in der ersten Liga viele Nachahmer gefunden. Das Pre-Paid-Prinzip wird inzwischen von einem Großteil der Vereine der Bundesliga eingesetzt. Lediglich in Freiburg, Hamburg, Köln, Mönchengladbach, Paderborn und Stutt¬gart kann man seine Bierkosten noch mit Barem begleichen.

Die Stiftung Warentest hat auf ihrer Website das System auf Herz und Nieren geprüft und kommt zu einem kritischen Urteil: Neben den genannten Vorzügen würde das Pre-Paid-System vor allem für eine deutliche Umsatzsteigerung der Vereine sorgen. So wird Bayer Leverkusen zitiert, dass sich der Umsatz pro Stadionbesucher seit der Einführung nahezu verdoppelt habe.

Für die Fans ist der Verzicht auf Bargeld nicht nur von Vorteil. Durch die krummen Preise von Speisen und Getränken in den Stadien ist es schwierig sein Guthaben vollständig aufzubrauchen. Auf Stationen, an denen die Karten gegen Bargeld umgetauscht werden können, wird oftmals nicht ausreichend hingewiesen. Abhilfe schaffen Leverkusen, Mainz und Wolfsburg. Mit den Verzehrkarten dieser Vereine ist es möglich auch außerhalb des Stadions, z.B. in Drogeriemärkten, zu bezahlen, berichtet die Stiftung Warentest.

Allerdings nützt das Auswärtsfahrern wenig. Diese besuchen meist nur einmal pro Saison ein Stadion eines Ligakonkurrenten und haben so kaum Chancen ihr übrig gebliebenes Guthaben einzulösen. Diesen Fans kommen Werder Bremen, Dort¬mund, Eintracht Frank¬furt, Hannover 96, Berlin und Hoffenheim entgegen. In deren Gästeblocks ist es weiterhin möglich mit Bargeld zu bezahlen.

Schlussendlich hat die Stiftung Warentest noch ein paar Tipps für Fans:

1. Pro Gruppe reicht eine Verzehrkarte. So lassen sich Aufwand und Kosten reduzieren.
2. Die Verzehrkarten lassen sich problemlos weiterreichen oder verkaufen. Fans, die nicht so häufig ins Stadion kommen, müssen ihre Karten also nicht horten.
3. Möchte man seine Guthabenkarte wieder umtauschen, kann man die Position der Rückgabestellen auf der Website des Vereins finden.

fanzeit

 

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