Berücksichtigen Sie die „5-Why-Technik“ bei Ihrer Entscheidungsfindung

Veröffentlicht: Dienstag, 15. September 2015

5 Whys

Ein häufig diskutiertes Thema in der Sportindustrie sind die oft viel komplexeren internen Abläufe in Sportorganisationen im Vergleich zu nicht-staatlichen Organisationen.

Dies kann auf die facettenreichen Zielsetzungen und Zielerreichung von Sportorganisationen auf Grund ihrer Multikfunktionalität und dadurch auch Komplexität zurückgeführt werden. Werden die grundlegenden Ziele in einem Unternehmen verfehlt, macht es die Multifunktionalität den Managern schwer, die Ursachen für Probleme zu finden. Wird beispielsweise das Ziel Teilnehmerzahlen zu steigern verfehlt, kann dies eine oder mehrere Ursachen, wie schwache Entwicklungsaktivitäten, schwaches Marketing, nicht inspirierende Veranstaltungen oder auch ein Mangel an kommerziellen Aktivitäten, haben.  

Aber wie können Manager in komplexen multifunktionalen Unternehmen wie Sportorganisationen erkennen, wo die Hauptursachen für Probleme zu finden sind? Und vor allem, wie schaffen sie es bei ihrer limitierten Zeit?

Als nützliche Technik zur Unterstützung von Managern wurde die „5-Why-Technik“ entwickelt. Toyota setzte als erstes Unternehmen dieses Tool in ihrem revolutionären Produktionsprozess ein und seitdem wurde es in weiteren Industrien und Dienstleistungsunternehmen umgesetzt.

Der Kern dieser Technik ist, dass sobald ein Problem bemerkt wird, muss sich das Management über die Ursache bewusst werden. Das „Why“ wird hierbei wiederholend hinterfragt und nicht weniger als fünfmal beantwortet. Noch besser lässt sich diese einfache Technik anhand eines fiktiven Beispiels aus der Sportindustrie erklären.

Problem: Die Teilnehmerzahlen in unserer Sportart sinken.

1. Warum sinkt die Teilnahme in unserem Sport?

Weil immer weniger junge Menschen die ältere Generation ersetzen, die aufgrund ihres Alters ihren Sport nicht mehr ausüben können.

2. Warum geben immer mehr junge Menschen ihren Sport auf?

Dieser Sport ist nicht spannend genug.

3. Warum wird der Sport nicht spannend genug?
Wir haben die Präsentation des Sports und die Profi-Veranstaltungen weiterentwickelt, um den Sport für die jungen Zielgruppen attraktiver zu machen.

Weil diese Generation die neue und spannende Einstellung  zu unseren Veranstaltungen und unserem Sport nicht erkennt.

4. Warum erkennen sie es nicht?

Weil wir die Zielgruppe mit unseren Kommunikationsinitiativen nicht erreichen können, weshalb sie keine detallierten Informationen erhalten.

5. Warum werden sie durch unsere Kommunikationsaktivitäten nicht erreicht?

Weil die Jugend andere Medien nutzt. Sie interagieren vielmehr in sozialen Medien und weiteren neuen Medienformen.

Die Antwort: Wir müssen vorhandene Ressourcen weniger in traditionelle Medien, sondern mehr in Social Media Plattformen investieren und diese Kanäle weiterentwickeln.

Dieses einfache und fiktive Beispiel kann auf eine Vielzahl von Situationen übertragen werden. Am besten funktioniert es, wenn alle am Problem beteiligten Instanzen der Organisation an diesem Prozess mitwirken. Obwohl dieses Beispiel sehr einfach ist, kann der Nutzen für Manager eindeutig gezeigt werden, vor allem für Situationen, in denen Zeit und Ressourcen knapp sind. Dies ist eine Situation, die oft in der Sportindustrie auftritt und die „5-Why-Technik“ bietet eine einfache und effektive Möglichkeit für Manager ihre Ziele zu erreichen.

Der Originaltext wurde von unserem Partner TSE Consulting unter dem Originaltitel „Management problem solving tools – The 5 Whys" veröffentlicht. Klicken Sie hier und lesen Sie den vollständigen Artikel.

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TSE

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