Auf Schritt und Tritt mit dem IPC-Präsident Sir Philip Craven

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Das Leben als Präsident eines globalen Sportverbandes, wie des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), scheint voll von Entwicklungsgesprächen, Reden vor internationalen Delegationen und der Unterstützung von internationalen Partnerschaften. Wir erfahren vom IPC-Präsidenten Sir Philip Craven während seiner jüngsten Asienreise, was genau jemand als Spitzenführungskraft des internationalen Sports während seiner Arbeitswoche so treibt.

Montag

Die Woche beginnt am Montagvormittag in Nagoya, Japan, mit einem Treffen mit Akio Toyoda, dem Präsidenten der Toyota Motor Corporation. Die beiden sprechen über den Status quo der weltweiten Paralympischen Partnerschaft von Toyota, und äußern beide ihre Begeisterung über die Unterstützung, die nun den Nationalen Paralympischen Komitees zugutekommt.

Am Nachmittag spricht Sir Philip bei einer internen Sitzung vor 450 Führungskräften von Toyota über die Geschichte der Paralympischen Spiele, das Internationale Paralympische Komitee sowie seine Vision und seine Ziele für die Paralympics 2020 in Tokio und die weltweite Paralympische Partnerschaft von Toyota.

Der Tag endet mit einem gemeinsamen Abendessen mit Akio Toyoda und einiger seiner Führungskräfte.

Dienstag

Nach einer morgendlichen Besichtigung einer Autofabrik von Toyota nimmt Sir Philip den Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen von Nagoya nach Tokio. Am Nachmittag stellt er vor rund 100 japanischen Medienagenturen die Bildungsinitiative „I´m Possible“ vor, die vom Entwicklungsbereich des IPC, der Agitos Foundation, ins Leben gerufen wurde.

Am Abend nimmt er an einem Abendessen bei der Nippon Foundation teil.

Mittwoch

Der Tag beginnt mit einem Breakfast Briefing mit vielen der führenden Sportjournalisten Japans, im Rahmen dessen Sir Philip seine Begeisterung für Tokio 2020 zum Ausdruck bringt. Es folgen einzelne Medieninterviews.

Der Nachmittag beginnt mit einem Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Abe. In dem Gespräch geht es um die Vorbereitungen für Tokio 2020 und die Auswirkungen des von der Regierung neu beschlossenen nationalen Aktionsplans „Universal Design 2020“ auf die Bereitstellung von leichter zugänglichen Produkten, Dienstleistungen und Infrastrukturen in ganz Japan. Im Anschluss an eine kurze Pressekonferenz macht sich Sir Philip auf den Weg zur Rundfunkgesellschaft NHK, um deren neuen Präsidenten Ryoichi Ueda zu treffen. Er nimmt anschließend an einer Fragerunde mit Mitgliedern des Produktionsteams der Paralympics von NHK teil, bevor er sich eine Sondervorführung des Senders der spektakulären Übertragung von Rio 2016 mit 8K-Bildauflösung anschauen darf.

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Donnerstag

Vor 150 japanischen Medienagenturen beginnt Sir Philip den Tag mit einem Boccia-Duell, gegen den Gouverneur von Tokio, Koike. Der Gouverneur hatte Sir Philip bei seinem letzten Besuch zu einem Spiel herausgefordert. Diese Herausforderung hatte er ordnungsgemäß angenommen. Obwohl Sir Philip von einem Mitglied des japanischen Boccia-Teams unterstützt wird, das bei Rio 2016 die Silbermedaille gewonnen hat, verliert das IPC-Team mit 7-0.

Am Nachmittag spricht Sir Philip vor 250 Mitgliedern des Organisationskomitees von Tokio 2020 und Regierungsmitgliedern der Präfektur Tokio. Während er seine Vision für die Spiele offenlegt, wird die Veranstaltung für weitere Mitarbeiter in den Büros in der ganzen Stadt live übertragen.

Treffen mit Hirokazu Matsuno, dem Minister für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie sowie Minister für die Reformierung des Bildungssystems, und Dentsu, die die Marketingkampagnen des IPC in Japan im Vorfeld der Paralympics 2020 in Tokio leiten, beenden einen weiteren arbeitsreichen Tag.

Freitag

Da Sir Philip am Morgen keine Termine hat, ist Zeit, um E-Mails zu beantworten und sich auf anstehende Termine in China und Südkorea vorzubereiten. Am Nachmittag nimmt er ein Treffen mit Vertretern von Asics wahr, einem offiziellen Partner der Leichtathletik-Weltmeisterschaften der Behindertensportler.

Samstag

Nach sechs Tagen in Japan ist es Zeit, sich zum Flughafen aufzumachen, um den Flieger nach Peking, China, zu nehmen.

Sonntag

Am Mittag trifft sich Sir Philip mit dem chinesischen Vertreter von BP, einem der internationalen Partner des IPC. Darauf folgt ein Abendessen mit Madame Zhang Haidi, der geschäftsführenden Präsidentin von Peking 2022 und Präsidentin des Nationalen Paralympischen Komitees von China.

Der Tag endet vergleichsweise früh, da am Montagmorgen ein Treffen mit Go Jinlong, dem Präsidenten von Peking 2022, sowie am Nachmittag ein Flug nach Südkorea für das Seminar „Chef de Mission“ für PyeongChang 2018 anstehen.

Dieser Artikel wurde ursprünglich von unserem Partner, dem Internationalen Paralympischen Komitee (IPC), im "Paralympischen Magazin" veröffentlicht.


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