Fans, Marken und Schiedsrichter: Wie die Digitalisierung den Sport verändert

Veröffentlicht: Montag, 22. August 2016

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Live Video-Übertragungen, Social Media Interaktionen und Vlogs machen globale Sportveranstaltungen nicht nur für Fans unmittelbar zugänglich, sondern auch für Schiedsrichter, Trainer und Unternehmen. 

Den intensiven Fokus der Fans und deren Leidenschaft während Großveranstaltungen, wie den Olympischen Spielen oder der FIFA Weltmeisterschaft, anzuzapfen, ist eine erfolgreiche Strategie um Markenbewusstsein zu schaffen. Um die Zuschauer anzusprechen werden bspw. Videos mit Bezug auf das Sportereignis über Youtube, Facebook, Twitter, Instagram oder Vine veröffentlicht.

Untersuchungen zeigen, dass die offiziellen Sponsoren der Olympischen Spiele mehr als 180.000-mal in den sozialen Medien genannt wurden. Meistgenannt während den Spielen in Rio wurden Samsung, Coca-Cola und Bridgestone.

Am interessantesten hingegen ist, wie Marken den maximalen Wert aus diesen „Nennungen“ ziehen. Während den großen Sportveranstaltungen besteht riesiges Potential den intensiven Fokus der Welt auf das sportliche Drama zu kapitalisieren. 

Weitere Untersuchungen gab es im Bereich der kurzen Video-Werbebotschaften in den sozialen Medien, zur Unterstützung globaler Markenkampagnen. Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen während der UEFA EURO 2016 in Frankreich den größten Einfluss mit Spieltags relevanten Inhalten hatten, im Gegensatz zu Turnier-fremder Fernsehwerbung. 

Marken wie Adidas und Nike, die individuelle Sportler bei Turnieren wie Wimbledon sponsern, nutzen den sportlichen Erfolg der Athleten, um die eigenen Produkte zu vermarkten. Auch dem Sport fremde Partner eines Turniers, wie Lavazza Kaffee bei Wimbledon, versuchen durch skurrile Videos oder skurrile Selbstdarstellung von Sportereignissen zu profitieren. 

„Robinson’s Drinks“ lud Prominente mit einer hohen Anzahl von „Followern“ in die Gegend um Wimbledon ein, um von deren Twittergemeinschaft zu profitieren. Von „Robison’s Drinks“ erstellte Portraits aus Früchten wurden von den Berühmtheiten in den sozialen Medien geteilt und erreichten somit ein großes Publikum.
 
Zwischenzeitich löste Jaugar einen wahren “Twitter-Sturm“ aus, als sie den Komödianten Jimmy Carr filmten, als dieser Andy Murray nach Wimbledon chauffierte. 

Ohne auch nur einen Cent für Promotion zu zahlen können Firmen, die nicht einmal offizieller Sponsor eines Sportereignisses sind, eine enorme Markenbekanntheit schaffen. Mithilfe der Plattformen der sozialen Medien greifen die Firmen die Vorstellungskraft der Zuschauer auf und lenken diese auf Neuigkeiten und Veranstaltungen neben dem Platz. 

Ein gutes Beispiel hierfür kann in dem „Posting“ des „Tiefkühlkost-Giganten“ Iceland gesehen werden. Nach dem überraschenden 2-1 Erfolg Islands (englisch Iceland) über England, twitterte das Unternehmen ein Bild eines Iceland-Schaufensters mit dem Text „England oder Iceland. Unerwartetes Ergebnis in der Verpackstation“. Dieser Post wurde über 30.000 Mal geteilt und sammelte Aufmerksamkeit in allen Medien – praktisch gesehen hatte das Unternehmen dabei keine Kosten.

Auch die Veranstalter der Sportereignisse kommunizieren mit ihrem Publikum über die sozialen Medien. Der offizielle Wimbledon Kanal veröffentlichte auf Twitter Video-Höhepunkte vor und nach den wichtigen Spielen. Außerdem wurden Infografiken, exklusive Interviews und „hinter den Kulissen“ Inhalte veröffentlicht. Darüber hinaus wurden über das Programm „Periscope“ Live-Streams eingerichtet. 

Live-Übertragungen haben sich als innovative und unbezahlbare Bereicherung für Sport-Offizielle und Schiedsrichter erwiesen. 

EVS versorgte den internationalen Basketball Verband (FIBA) mit seinem Video-Schiedsrichter-System. Bei zwei der drei FIBA Olympic Qualifying Tournaments (OQTs) in Italien und Serbien kam das System zum Einsatz.  Dieses System erlaubt es Schiedsrichtern, durch die unmittelbare Wiederholungsfunktion, schnelle Entscheidungen über umstrittene Spielsituationen zu treffen. Schiedsrichter und Offizielle können aus den verschiedensten Kamerapositionen das geschehene überprüfen, anhalten und zurückspulen.  

Durch die Beteiligung von Technologie im Sport werden Innovationen vorangetrieben und viele Veränderungen finden statt. In der Zukunft werden Führungspersönlichkeiten der Sportindustrie neuen Möglichkeiten und Herausforderungen gegenüberstehen.    

Die Art wie Sport reguliert, gesteuert, vermarktet und konsumiert wird entwickelt sich rasant. Sei es in den Bereichen der Macht oder im Durchschnitts Wohnzimmer eines Fans – die digitale Revolution verändert unwiderruflich das Gesicht des Sports.

 

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