"Über 120.000 Kinder erreicht"

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'sponsor news' Interview mit AOK-Marketingleiter Thomas Sleutel über das Handball-Sponsoring und den Nutzen dieses Engagements für die Krankenkasse.

Den überragenden EM-Sieg der deutschen Handball-Nationalmann-schaft gegen Spanien verfolgten im vergangenen Dezember auf ARD starke 13 Millionen Zuschauer. Mittendrin der Trikotsponsor des Siegerteams - die AOK. Seit 2014 ist die Krankenkasse Partner des Handball-Bundes, damals war die Nationalmannschaft noch alles andere als auf der Erfolgsspur. Somit hätten die AOK-Verantwortlichen heute allen Grund, stolz auf ihr "Händchen" beim damaligen Einstieg zu sein. Doch die AOK-Manager zielten von Anfang an nicht auf Bekanntheit (die die AOK zu fast 100 % hat), sondern auf ein Imageplus und die Chance, das Sponsorship für jede Menge Gesundheitsaktionen für Jugendliche zu nutzen, erzählte uns Marketingleiter Thomas Sleutel im Interview.

sponsor news: Herr Sleutel, welche Ziele verfolgen Sie mit dem Trikotsponsoring der deutschen Handball- Männer-Nationalmannschaft? An Bekanntheitsgrad der AOK dürfte es nicht liegen...

Sleutel: Das stimmt. Die AOK versichert über 24 Millionen Menschen und hat bundesweit einen Bekanntheitsgrad von annähernd 100 Prozent. Wenn wir eine Partnerschaft wie mit dem DHB eingehen, dann hat das andere Gründe. Wir kooperieren seit Juli 2014 als exklusiver Gesundheitspartner der Männer-Nationalmannschaft. Gemeinsam möchten wir mehr Bewegung in den Alltag junger Menschen bringen und so auch den Breitensport fördern.

sponsor news: Vom fernsehwirksamen Trikotlogo abgesehen, mit welchen Maßnahmen hat die AOK die Europameisterschaft in Polen sonst für sich nützen können?

Sleutel: Das Handball-Spektakel hat beispielsweise für Begeisterung in unseren sozialen Netzwerken gesorgt. Unterstützung hatten wir dabei von Jung-Nationalspieler Paul Drux, der leider verletzungsbedingt in Polen gefehlt hat. Er ist seit Beginn der Kooperation unser Markenbotschafter und hat während der EM mit einem Tippspiel und vielen Video-Clips für Stimmung auf Facebook gesorgt. Jetzt, mit dem EM-Titel, lassen sich verschiedene Aktionen natürlich noch besser bewerben. Es ist ja jetzt sogar der amtierende Europameister, mit dem wir zusammenarbeiten.

sponsor news: Welche Ergebnisse brachte der deutsche Sieg der Europameisterschaft der AOK?

Sleutel: Die Werbewirksamkeit stand nie an erster Stelle. Sie müssen nämlich eines bedenken: Die AOK ist zu einer Zeit Partner geworden, als der DHB nicht unbedingt in der Erfolgsspur war. Die Zusammenarbeit wurde deshalb auch langfristig angesetzt. Bei Vertragsabschluss hat keiner von uns daran gedacht, dass dieses Team bereits zwei Jahre später Europas Thron besteigt. Aber zurück zur Frage: Klar haben wir als AOK marketingtechnisch einen großen Coup gelandet. Noch viel wichtiger ist für uns der Imagegewinn...

sponsor news: ...Macht sich so ein großer Erfolg auch bei den Neuabschlüssen bemerkbar?

Sleutel: Mag sein, dass der ein oder andere Handball-Fan aus diesem Grund jetzt zur AOK gewechselt ist. Das dürfte aber nicht die Regel sein. Wenn sich Menschen für uns entscheiden, dann weil sie von unseren Leistungen und dem Service überzeugt sind. Im letzten Jahr waren das über 800.000 Mitglieder, die sich neu für die AOK entschieden haben.

sponsor news: Mit welchen Werbeaktionen rund um den DHB haben Sie den größten Erfolg für die AOK erzielen können?

Sleutel: Die Zusammenarbeit mit dem DHB konzentriert sich auf regionale Projekte. Gemeinsam mit Handballvereinen haben wir 2015 erstmals bundesweite Aktionstage an Grundschulen durchgeführt und dabei über 120.000 Kinder erreicht. Ein weiteres Highlight war das AOK Star-Training, für das sich alle Grundschulen bewerben konnten. Bei diesem Event bringt ein prominenter Handballstar vormittags einer Schülergruppe den Handballsport näher, anschließend gibt es eine Schulhof-Party rund um den Ballsport mit allen Kindern. Die Aktion kam im letzten Jahr gut an und wird deshalb auch fortgesetzt. In diesem Jahr hat Trainer Dagur Sigurdsson die Schirmherrschaft übernommen. Die Anmeldefrist hierfür ist übrigens noch bis zum 10. Juni unter der Website "www. aok-startraining. de" möglich.

sponsor news: Wie zeigt sich die AOK bei ganz "normalen" DHBHeimspielen in der Halle?

Sleutel: Der Auftritt ist nie identisch und hängt davon ab, wo die Nationalmannschaft gastiert. Im Kern informieren wir die Handballfans über unsere zahlreichen Präventions- und Gesundheitsangebote sowie Möglichkeiten einer Mitgliedschaft. Beim Gastspiel der „badboys“ in Berlin gegen Qatar haben wir aber auch verschiedene Bewegungsparcours aufgebaut, auf denen sich Teilnehmer selbst testen konnten.

sponsor news: Und wie nutzen Sie im Normalfall die Hospitality- Möglichkeiten, wen laden Sie zu den Matches ein?

Sleutel: Wir bekommen im Rahmen unserer Partnerschaft natürlich immer auch einige Tickets zur Verfügung gestellt. Diese verlosen wir zum Großteil an unsere Kunden.

sponsor news: Welches Fazit ziehen Sie nach nunmehr rund zwei Jahren DHB-Sponsoring?

Sleutel: Unsere Halbzeitbilanz fällt sehr positiv aus. Das liegt nicht nur am EM-Titel. Sowohl DHB als auch AOK sind regional sehr stark verwurzelt. Davon profitieren beide Partner, wenn es um die Erreichung der jeweils gesteckten Ziele geht. Dabei geht es uns aber nicht nur darum, Spaß an der Bewegung zu vermitteln. Nein, wir wollen jungen Menschen auch soziale Werte wie Teamgeist mit auf den Weg geben. Mit der Männer-Nationalmannschaft haben wir hierfür einen idealen Partner gefunden, das hat sie bei der Europameisterschaft wieder eindrucksvoll bewiesen.


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