"So bekommen wir Top-Mitarbeiter"

Veröffentlicht: Donnerstag, 5. März 2015

sponsor news im Interview mit BROSE Sponsoring-Leiterin Carmen Meyer über die Bedeutung der Sponsorships im Umfeld des Bamberger Firmensitzes

Carmen Meyer

sponsor news: B2B-Unternehmen sind selten in der deutschen Sponsoring- Szene. Warum engagiert sich Brose so sehr im Sport – nicht nur bei den Brose Baskets, sondern auch bei Medi Bayreuth, den
s.Oliver Baskets Würzburg, dazu bei den HBL-Clubs HC Erlangen
und Bergischer HC? 

Carmen Meyer: Das Sponsoring dieser Sportarten betreiben wir vor allem aus Gründen des Personalmarketings. Viele Attribute, die im Basketball und im Handball gelten, entsprechen auch unserem Selbstverständnis. Daher liegt es nahe, dass sich Brose mit diesen Sportarten identifiziert. Mit Coburg, Bamberg und Würzburg liegen drei zentrale Standorte von Brose in Franken. Einer Region, in der Handball schon immer sehr beliebt war und die sich in den letzten Jahren zu einer Hochburg des deutschen Spitzenbasketballs entwickelt hat.

sponsor news: Und Top-Ingenieure sollen durch die Sporteinsätze auf
Brose aufmerksam werden?

Meyer: Der Markt für exzellente Mitarbeiter ist begrenzt und der Wettbewerb
um gute Kräfte, speziell um Ingenieure, groß. Brose ist in der Automobilzuliefererindustrie in einer sehr wettbewerbsintensiven Branche. Deshalb brauchen wir leistungsorientierte und sportlich eingestellte Mitarbeiter. 

sponsor news: Vor allem die Brose Baskets sind ein fester Begriff. Also
ein voller Erfolg für Sie? 

Meyer: Als Automobilzulieferer sind wir dem Endkunden weitgehend unbekannt, da er kaum Bezug zu unseren Produkten hat. Die Erfolge der Brose Baskets in den letzten Jahren und die wachsende Popularität des Basketballs in Deutschland haben uns in der öffentlichen Wahrnehmung sehr genützt. Dank der internationalen Erfolge sogar über die Grenzen der
Region hinaus. Als Arbeitgeber profitieren wir von dieser wachsenden
Popularität. Unsere Firma ist sehr stark gewachsen; alle vier Jahre konnten
wir unseren Umsatz verdoppeln. Und für künftiges Wachstum brauchen
wir die richtigen Mitarbeiter.

sponsor news: Wie bewirbt Brose sein Engagement im Sport?

Meyer: Mit Standorten in 23 Ländern ist bei der Bewertung eines Projektes
immer die Größe des Standortes und natürlich auch der jeweilige Kulturkreis
zu berücksichtigen. Die Anerkennung in der Öffentlichkeit, die wir beispielsweise in Südamerika durch die Unterstützung von sozialen
Projekten erfahren, zahlt direkt auf die Arbeitgebermarke Brose ein. In
einer Region mit sehr hoher Fluktuationsrate ist dieses positive Image ein
großer Vorteil...

sponsor news: ...und Deutschland?

Meyer: In Deutschland ist das Sponsoring der Brose Baskets, die wir seit 2006 als Hauptsponsor und Namensgeber unterstützen, das umfangreichste und wichtigste Projekt. Direkt nach dem Gewinn der Meisterschaft 2013, die wir mit Stellenanzeigen in regionalen und überregionalen Tageszeitungen flankiert haben, konnten wir beispielsweise eine Steigerung der Besucherzahlen auf unserer Karriere-Website um dreißig Prozent im Vergleich zum Jahresdurchschnitt verzeichnen. Ende 2013 haben wir zusätzlich das Namensrecht an der Brose Arena, der Heimspielstätte der Brose Baskets und der drittgrößten Multifunktionshalle Bayerns, übernommen.

sponsor news: Was hat Sponsoring anderen Werbemaßnahmen aus Ihrer Sicht voraus?

Meyer: Im Vergleich zu klassischen Werbeformen ist das Sponsoring
zielgruppengenauer und hat einen geringeren Streuverlust. Auch wenn der Fernseh- und Zeitschriftenmarkt zunehmend diversifizierter geworden ist, bleibt der Effekt des Sponsorings sehr viel emotionaler. Die Verbindung von Freizeitbeschäftigung und Werbung erreicht die Menschen dort, wo sie sich sehr wohl fühlen, bzw. in einem Umfeld, in dem sie große Emotionen erleben. Gerade beim Sportsponsoring ist diese Aufladung unbestreitbar. In
Sportarten, die ein Namens-Sponsoring ermöglichen, potenziert sich dieser Effekt, da in der Berichterstattung der Name des fördernden Unternehmens genannt wird.

Dieser Artikel wurde von sponsor news veröffentlicht, dem Fachblatt für Sponsoring.

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