#AmateureEchteProfis – 3. Teil: Einbindung von Sponsoren

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Im dritten Teil der Serie „Social Media Marketing für Amateursportvereine“ wird das heikle Thema der Einbindung von Sponsoren in den Social Media Auftritt behandelt. Die typische Bandenwerbung ist längst überholt und die Sozialen Netzwerke bieten potenziellen Sponsoren ganz neue Anreizpunkte. Auf der einen Seite ist die Reichweite des Sponsorings viel größer und auf der anderen Seite lässt sich durch gutes Social Media Marketing auch Einfluss auf das Image des Unternehmens nehmen.

Mit dem ausgearbeiteten Kommunikationsplan und den entwickelten Themen und Ideen basierend auf dem Image und dem Markenbild und der aufgebauten Community und Reichweite kann auf potenzielle Förderer und Sponsoren zugegangen werden. Mit Hilfe von Unternehmensverzeichnissen oder bereits bestehenden Portfolios von Unternehmen können gezielt die richtigen Unternehmen in der Region angesprochen werden. Wichtig ist, dass das Unternehmen zu dem Verein und den Werten passt. Eine Grundverbindung besteht bereits aufgrund der Regionalität. Des Weiteren müssen die Entscheider durch die passenden Ideen und Themen emotional abgeholt werden. Es ist wichtig, dass in Zusammenarbeit mit den Unternehmen eine Art Geschichte erzählt wird und keine unbeholfene Werbebotschaft verbreitet werden soll. Für Unternehmen ist dabei interessant, dass die Werbung im Zusammenhang mit der Geschichte eine andere Wirkung und Aufmerksamkeit bei potenziellen Kunden auslöst. Das einfache Abdrucken des Logos auf Trikots oder Banden wird dadurch abgelöst und bietet dem Sponsor einen Mehrwert.

Für regionale Unternehmen ist diese Art des Sponsorings teilweise auch schon interessant, um in der Umgebung zu zeigen, dass sie sich für den örtlichen Verein engagieren. Potenzielle Sponsoren können beispielsweise Gewinnspiele in der Vereinscommunity veranstalten oder es können Produkte oder Dienstleistungen in Zusammenhang mit der Sportart eingebunden werden oder Sponsoren werden in die verschiedenen Arten der medialen Posts eingebunden. Wichtig ist das Verständnis der Sponsoren darüber, dass es dabei nicht um das große Geschäft geht, sondern um die regionale Verbindung, eine passende Geschichte zum Unternehmen, die gleichzeitig einen positiven Einfluss auf das Image des Unternehmens wirft und die höhere Reichweite als bei den gewöhnlichen Sponsoringarten. In einem fortgeschrittenen Stadium besteht sogar die Möglichkeit, dass Sponsoren selbst Ideen entwickeln. Für Amateursportvereine gilt je kreativer und authentischer die Idee und Geschichte, desto mehr Fans und Sponsoren können gewonnen werden.

Für Amateursportvereine entstehen dadurch neue Einnahmequellen, die frei von großen Kosten sind. Daneben lassen sich damit Mitglieder binden, Identifikationen schaffen, Emotionen wecken und die verschiedenen Zielgruppen (Kinder, Jugendliche, Eltern, Gönner und Sponsoren) werden direkt dort abgeholt, wo sie sind.

Bei der Nutzung von Sozialen Netzwerken bestehen allerdings für Amateursportvereine auch Gefahren. Die Qualität der Inhalte sollte natürlich im Vordergrund stehen. Die Quantität ist gleichwohl aber auch nicht außer Acht zu lassen. Es muss die richtige Mischung gefunden werden. Ebenso sollte auf Kritik reagiert werden. Die Vereine sollten sich damit offen auseinandersetzen und den Sachverhalt klären, denn der schlechteste Weg ist, Kritik zu ignorieren.

Das Controlling der Erfolgsmessung im Social Media Marketing ist schwierig durchzuführen. Hierfür können im Facebook-Kanal die Anzahl der Fans und die Interaktionsrate (Likes, Comments, Shares) als Kennzahlen herangezogen werden. Die Häufigkeit der Aufrufe von Videos bei YouTube kann mittels der Klicks festgestellt werden. Im Allgemeinen geht es dabei nicht um direkt erzielte Verkäufe über die Communities, sondern sie ermöglichen den Vereinen, eine breite Anzahl von Benutzer anzusprechen und so sollte der Zuwachs an Fans beobachtet werden. Jede Social Media Strategie beginnt und endet mit dem Monitoring. Das Monitoring beinhaltet die Beobachtung von Diskussionen, Stimmungen und Meinungsbildungen und das Analysieren der transportierten Inhalte, um diese in die weiterlaufende oder neue Strategie mit einfließen zu lassen.

Im letzten Teil unserer Serie „#AmateureEchteProfis – Social Media Marketing und die Möglichkeit der Sponsoreneinbindung im Amateursport“  tragen wir nochmals alle Erfolgsfaktoren von Amateursportvereinen im Social Media Marketing auf einem Blick zusammen und stellen Ihnen den gesamten Leitfaden zur Verfügung.

Diese Reihe wurde im Original vom Institut für Fußballmanagement in Zusammenarbeit mit Kolja Dickmann veröffentlicht. 

Veröffentlichungen:
Zur Einführung der Serie
- Zum 1. Teil der Serie: Die Planungsphase
- Zum 2. Teil der Serie: Die Strategie
- Zum 3. Teil der Serie: Einbindung von Sponsoren
- Zum 4. Teil der Serie: Erfolgsfaktoren + der gesamte Leitfaden

Verfolgen Sie die Serie auch hier oder über Facebook.

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